Manchmal schwirren Meldungen in immer kürzeren Abständen in den Weiten unserer Informationsgesellschaft herum, die wohl nicht nur Capa-kaum den Kopf schütteln lassen. Hier eine kleine aktuelle Auswahl – ohne Anspruch auf Vollständigkeit und „quer durch den Gemüsegarten“ der Medienwelt – so unter dem Motto: Das darf doch alles nicht wahr sein. Ist es aber. Die drei Mega-Fälle:

Der Fall Huawei: Man glaubt es nicht, dass die US-Behörden jetzt tatsächlich davor warnen, Technik des chinesischen Herstellers zu verwenden, weil dieser „mit dem chinesischen Geheimdienst zusammenarbeitet“. Da müsste man doch eigentlich, angesichts der Enthüllungen der letzten Zeit, in Europa vor allen amerikanischen Firmen warnen, oder?

Der Fall US-Budget: Wie kann es ein ernsthafter Politiker zulassen, dass eine kleine Gruppe Radikalkonservativer mit ihrer Blockadepolitik aus kleinkariertem politischem Ränkespiel (gegen die längst überfällige Gesundheitsreform) die weltweite Finanzwirtschaft gefährdet und die Autorität der einst tonangebenden Nation untergräbt?

Der Fall Tebartz: Wenn ein katholischer Bischof im netten Ort Limburg über die Jahre hinweg mehr als 30 Millionen Euro für aufwändige Um- und Aufbau seines Kirchensitzes verbraucht und Erster Klasse fliegt – wer hat da nichts bemerkt oder, noch ärger, so lange zugesehen?

Grüße aus Absurdistan auch im Sport:

Der Fall Tischtennis: Die Medaillenbilanz der Europameisterschaften umfasst zwar natürlich „echte“ europäische Nationen, die Personen dahinter heißen allerdings unter anderem Fu Yu und Han Ying – erstmals in der EM-Geschichte gingen alle vier Medaillen im Damen-Einzel an gebürtige Chinesinnen, im Viertelfinale hatten sieben der acht Starterinnen chinesischen Migrationshintergrund, …

Schließlich noch etwas zum Kopfschütteln aus den Niederungen der österreichischen Provinz:

Der Fall Holub: Da hat doch im schönen Bundesland Kärnten tatsächlich der grüne Landesrat die Diensthandy-Nummer des in die Wüste (des Bundesrats) geschickten Ex-Landeshauptmanns übernommen und wundert sich über „fehlgeleitete“ Anrufe – Dummheit oder Gedankenlosigkeit, jedenfalls ein Schwachsinn, nicht zumindest die Nummer zu ändern, wenn man schon das so wertvolle Handy haben will…

Der Fall Flughafen: Jahrelang schon konnte man sich darüber wundern, weshalb der Flughafen von Klagenfurt trotz stetig sinkenden Linien- und Charterflugverkehrs weiterhin mit Steuergeldern subventioniert wurde, obwohl die Kärntner Hotellerie schon vor zwei Jahren erklärt hatte, sie benötige den Flugverkehr für ihre Gäste nicht. Jetzt kam’s ans Tageslicht, was Capa-kaum schon immer vermutete: In Wirklichkeit sind die Wörthersee-Millionäre wie Horten und Glock an dem Flughafen für ihre Privatflieger interessiert, haben sich in Verträgen bis zu 50 Jahren ihre Flugmöglichkeit gesichert und lassen sich somit ihren Privat-Flugplatz von der Bevölkerung bezahlen.

Wie gesagt: Absurdistan lässt grüßen.

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