Herbst-Schmuddelwetter, zumindest in Mittel- und Nordeuropa. Dazu noch Allerheiligen. Da ist ein wenig Aufheiterung vonnöten – wofür Capa-kaum mit einigen Fundstücken aus der letzten Zeit sorgen will.

Da wäre etwa der Betrunkene, der am vergangenen Wochenende in Berlin-Steglitz nächtens in seinem Auto eingeschlafen ist. Wäre nicht so bemerkenswert (außer dass er, wie sich herausstellte, 1,5 Promille Alkohol im Blut hatte), wenn das nicht an einer Kreuzung gewesen wäre, wo für ihn die Ampel offenbar zu lange auf Rot war. Der 45-Jährige schlief allerdings so gut, dass er weder durch wiederholtes Klopfen an der Autoscheibe noch deren Einschlagen mittels eines Nothammers durch die herbeigerufene Polizei geweckt werden konnte.

Oder jenes Fundstück aus Facebook, in dem das Posting „Ich glaub‘, den hinter mir hab‘ ich grad erfolgreich davor bewahrt, schneller als 50 km/h durch Kassel zu fahren. Ach, ich bin sooo hilfreich“ wenige Sekunden später cool beantwortet wurde: „Der Hintere kann es womöglich nicht schätzen, weil er fortan an einer Gallenkolik leidet“.

Nicht zu vergessen sind auch solche Meldungen aus der Forschung, die Capa-kaum besonders liebt – wie die folgende: Eine repräsentative Studie des Bonner Forschungsinstituts zur Zukunft der Arbeit hat ergeben, dass dicke Männer mehr verdienen als ihre dünneren Kollegen und dass andererseits Frauen mit Übergewicht weniger verdienen. Also, um genau zu sein: Männer mit einem Body-Maß-Index (BMI) über 23 bekamen im Schnitt 7 bis 8 Prozent höhere Löhne als Untergewichtige. Und Frauen mit einem BMI um die 21,5 verdienten um durchschnittlich 12 Prozent mehr als Übergewichtige. Die Erklärung der Forscher: Bei Frauen ist oft noch das Aussehen ausschlaggebend ist – nun gut oder auch nicht. Aber dass bei Männern die Muskelmasse eine große Rolle bei der Entscheidung übers Gehalt spielt, kann Capa-kaum viel weniger nachvollziehen – könnte es nicht sein, dass der höhere BMI einfach durch häufigeres Sitzungssitzen der höheren Gehaltsklassen zustande kommt?

Jetzt noch zwei Schmankerln aus Zeitungspostings der letzten Tage.

Eine Buchwidmung, die die „Süddeutsche Zeitung“ online gestellt hat: „Für meine Ehefrau Marganit und meine Kinder Ella Rose und Daniel Adam, ohne die mein Buch zwei Jahre früher fertiggestellt worden wäre.“

Und ein Karikatur-Dialog der „taz“: „Das Internet ist total langsam“. „Wahrschlich skypt der Kühlschrank wieder mit Tante Ilses Mikrowelle.

Wer sich jedoch lieber dem November-Blues hingeben und vor sich hindösen will, dem sei jener Link empfohlen, den Capa-kaum von seinem dänischen Freund Peter erhalten hat: Die „Siesta Video Platform“ mit ihrem reichen Gratisangebot an Zeitvertreib Napflix.tv

3 Kommentare zu “Etwas für trübe Tage”

  • Blaue Ampel wegen Gelb-Ausfall im grünen Spektrum 27. Oktober 2016

    Da sieht man, wie heutzutage Postings sexistisch missbraucht werden. Da bleibt doch nur zurückzuposten: „Netter Versuch. Einer, der eine echte Gallenkolik hat und noch posten kann? – sorry – Versuchen Sie das gleiche nochmal, wenn Sie eine echte Gallenkolik haben, dann geh ich unbesehen auch mit Ihnen wohin Sie wolln -aber nicht über fünfzig – Tempo, mein ich…“

  • 007 a 27. Oktober 2016

    Danke für diese Erhellung, es gibt eh meist viel zu wenig zu schmunzeln. Danke auch für den Link, die Videos dort sind tatsächlich ein gutes Einschlafprogramm

  • Retep8 27. Oktober 2016

    Welche Ehre. Man dankt.

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