Jetzt, wo der Sommer müde wird, ist es an der Zeit, einige mediale Höhepunkte der zurückliegenden Wochen Revue passieren zu lassen – findet zumindest Capa-kaum.

Also dann, fangen wir mit dem Thema Urlaub an.

Einen solchen hat Song-Ikone Mariah Carey ihren acht Hunden spendiert, und zwar nicht irgendwo, sondern im 400 Jahre alten „Paw Hotel“ in Bristol. Schlanke 15.000 britische Pfund hat der Sängerin dieser Urlaub gekostet, aber dafür konnten sich ihre Vierbeiner an einem wirklich umfassenden Programm erfreuen: Sightseeingtouren mit Hunde-Fremdenführern, Surfstunden (Schwimmen sowieso), Möglichkeit des Besuchs beim Hunde-Psychiater und zum Abschied eine DVD mit den Höhepunkten des Urlaubs…

Während Careys Hunde ausspannten, hatte man den Eindruck, die PolitikerInnen können das nicht wirklich. Und so überraschten sie Capa-kaum mit richtungweisenden Ideen. Etwa die Berliner Bezirksbürgermeisterin Monika Herrmann, die immer wieder mit eigenwilligen Auffassungen zu den Problemen in ihrem Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg auffällt: Sie will jetzt die Touristen zu Ordnung und Ruhe zwingen, und zwar unter anderem dadurch dass diese Gummirollen auf ihre lärmenden Rollkoffer montieren sollten…

Nicht weniger eigentümlich Wiens Vizebürgermeisterin Renate Brauner: Sie findet den Zeitdruck offenbar so heftig, dass sie bereits jetzt darüber abstimmen lässt, welche Farben die Hinweisschilder in Wiens neuer U-Bahn-Strecke haben sollten (Anm.: türkis oder rosa). Für nicht ganz so Informierte: Der Bau dieser U-Bahn-Linie soll ja im besten Fall „schon“ 2019 beginnen…

Wer nun den Eindruck hat, manche PolitikerInnen halten ihr Stimmvieh für blöd oder wollen es zumindest mit Absurditäten von den tatsächlichen Fragen der Zeit fernhalten, dem muss Capa-kaum eine von ihm gemachte Aufdeckung dieses Sommers entgegenhalten: Ihm fiel nämlich wie Schuppen von den Augen, weshalb Deutschlands Verkehrsminister Alexander Dobrindt so sehr auf dieser Straßenmaut beharrt. Auf der bayerischen Autobahn bei Deggendorf ist nämlich schon zu Sommerbeginn der Beton geplatzt (und das bei damals bloß 22 Grad). Und da ist doch klar, wer dafür verantwortlich ist, welcher Bayer fährt denn dort schon, wo doch das Wallfahrtszentrum Altötting, das wirkliche „Herz Bayerns“ (© Webseite von Altötting), ziemlich weiter südlich schlägt. Also von Passau nach Regensburg über Deggendorf fahren Ausländer und die sind schuld und sollen eben die Sanierung zahlen. Gerecht ist gerecht, oder auch: Mia san mia…

Echte Probleme hatte dagegen eine Berlinerin, die zum Transport aus ihrer Wohnung ins Krankenhaus einigen Aufwand verursachte: Die 300-kg-Frau kam nämlich nicht durch ihre Wohnungstüre, die Feuerwehr musste eine Wand aufbrechen, damit ein Gabelstapler die schwergewichtige Neuköllnerin heraushieven konnte…

Soll keiner meinen, diese Meldungen seien bloß dem Sommer geschuldet – nein, alles echt. Und da braucht es nicht einmal mehr das früher gern gemeldete Ungeheuer von Loch Ness.

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