Nur acht Jahre hat die Künstlervereinigung „Brücke“ bestanden, doch haben ihre Mitglieder wie Karl Schmidt-Rotluff, Ernst Ludwig Kirchner, Erich Heckel oder Emil Nolde auch nach der 1913 erfolgten Auflösung der Kunstgeschichte wesentliche Impulse gegeben. Exemplarisch sind derzeit im kleinen Berliner Brücke-Museum etwa 130 Werke Schmidt-Rotluffs zu sehen, zusammengefasst unter dem Oberbegriff Ostseebilder. Die Ausstellung gibt [...]

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Sommertheater. Eigentlich ist’s ja eine eigene Kunstform, deren Qualität entscheidend davon abhängt, wie sehr es durch Stückauswahl und Inszenierung gelingt, das Umfeld zu nützen, einzubeziehen, wirken zu lassen. Ein Theatergenuss an einem warmen, stillen Sommerabend, wenn sich während der Aufführung immer mehr die Dunkelheit in den Schauplatz eingräbt. Dazu das romantische Ambiente von Klosterhöfen, Burgruinen, [...]

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Eigentlich könnte es bloß eine Hommage zu seinem 70. Geburtstag sein. Was aber in diesem Sommer in der umtriebigen Klagenfurter Stadtgalerie gezeigt wird, geht darüber hinaus. Die Ausstellung „Markus Lüpertz: Sagenhaft“ bietet dem Besucher nämlich unerwartet intensive Einblicke in das Schaffen eines der bekanntesten und bedeutendsten deutschen Malers, Grafikers und Bildhauers der Gegenwart.
Zweifellos ist Lüpertz [...]

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Zwei aktuelle Inszenierungen an Claus Peymanns Berliner Ensemble, die ähnlicher und doch unterschiedlicher nicht sein könnten: Wedekinds „Lulu“ und Shakespeares „Romeo und Julia“. Aus der erotisch-blutvollen „Lulu“ machte Robert Wilson ein distanziertes, unsinnliches Altherrenstück – aus dem vieltausendfach in Kitsch abgenudelten Shakespeare-Drama formte Mona Kraushaar dagegen einen zeitgeistigen jugendkompatiblen Event.
Der amerikanische Regisseur Robert Wilson (im [...]

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Aus dem Abgrund

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Mai2011 24

Da ist der Berliner Schaubühne ein echter Wurf gelungen. Also, eigentlich Regisseur Michael Thalheimer, der erstmals mit dem Schaubühnen-Ensemble arbeitete und mit Leo Tolstois „Die Macht der Finsternis“ einen phänomenalen Kontrapunkt zum eben zu Ende gegangenen Berliner Theatertreffen setzte.
Tolstois erstes Drama, geschrieben 1886 und auf einer wahren Geschichte basierend, erscheint in Thalheimers Inszenierung zeitnah, schonungslos [...]

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Über Kultur, vor allem über Theater, Stückeinhalte und Inszenierungen, lässt sich, wie allgemein bekannt, nicht streiten, höchstens aus unterschiedlichen gedanklichen Zugängen diskutieren. Das Erleben von Schauspiel und Darstellung ist eben ein äußerst subjektives. Was jemandem gefällt, kann für einen anderen absolut abstoßend sein. So schön unterschiedlich ist unsere Welt – auch im Kulturbereich. Und doch [...]

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Sinnloses Chaos

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Mai2011 11

Es musste ja so kommen. Das hochgejubelte Berliner Theatertreffen hat in seinen ersten Tagen die Erwartungen der größten Skeptiker erfüllt. Das mit Anton Tschechows Kirschgarten eingeladene Schauspiel Köln lieferte eine Inszenierung, die Regietheater zeigte, wie man es seit gut einem Jahrzehnt für überwunden glaubte. Regisseurin Karin Henkel scheitert mit dem Versuch, das in seiner gesellschaftlichen [...]

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Welche Wünsche können in einer Partnerschaft erfüllt werden, welche Träume lassen sich verwirklichen? Und überhaupt: Wie kann Leben funktionieren? Nach drei Stunden im Berliner Maxim Gorki-Theater weiß man jedenfalls (oder sieht es bestätigt): So wie sich Madame Bovary das vorgestellt hat, sicher nicht. Hat ja auch letzten Endes zum detailreich von ihr selbst geschilderten Selbstmord [...]

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