Bekanntlich werden an heißen Tagen die Gedanken wirr, so man sich über Gebühr der Sonne hingibt oder sich zumindest nicht ausreichend Abkühlung verschafft. Nun könnte sich Capa-kaum angesichts der stetigen 30+ – Temperaturen in unserer bis vor kurzem noch nicht subtropischen Region leichten Herzen auf diese sommerlichen „Hundstage“ ausreden. (Anm.: Diesen Begriff verwendeten schon die „alten Römer“, er leitet sich vom Sternbild des Großen Hundes mit seinem hellsten Stern Sirius ab, dessen Erscheinungsbild seinerzeit vom 23. Juli bis 23. August zu sehen war – doch wie mit so Vielem ist auch hier nicht mehr alles wie es einst war, denn mittlerweile kann der Aufgang des Sirius von uns erst Ende August beobachtet werden…) Aber Capa-kaum hat in seinem Archiv (elektronisch) geblättert und Eigenartiges zum Thema Frauen und Männer gefunden – als da wäre:

Da haben doch deutsche Forscher tatsächlich herausgefunden, dass sich bei der Jobsuche dicke Männer leichter tun als dicke Frauen! Nun könnte man’s sich einfach machen und Shakespeare zitieren, der Julius Caesar den Satz „Lasst wohlbeleibte Männer um mich sein“ zugeschrieben hat, weil diese nicht so unruhig – also veränderungsfreudig – wie dünn Geratene sind. Aber weshalb gilt das nicht auch für die Frauen? Da machen sich’s die Forscher einfach und schreiben es – na klar – ganz simpel dem Aussehen zu, was bei Frauen derer Ansicht nach wesentlicher ist als jenes der Männer (siehe Friedrich Torbergs Tante Jolesch: „Was ein Mann schöner ist als ein Aff, ist ein Luxus“). Dass aber die Übergewichtigen (BMI: 25+) auch noch 7 bis 8 Prozent mehr verdienen als ihre normalgewichtigen männlichen Artgenossen, schlägt – das muss Capa-kaum jetzt feststellen – dem Fass den Boden aus.

Weshalb er sich lieber einer Studie über Frauen zuwendet – genauer gesagt: einer Forschungsarbeit von schwedischen Wissenschaftlern über launische Frauen. Sie, die ständig nervös und reizbar sind, deren Launenhaftigkeit selbst besten Freundinnen auf die Nerven geht, die also in jeder Hinsicht unausgeglichen sind, erkranken eher an Demenz als friedlich ausgeglichen und introvertiert Dahinlebende. Glauben jedenfalls die Forscher zu wissen und meinen auch die Ursache dafür zu kennen: Stress schwächt das Immunsystem – und Launenhaftigkeit verursacht eben Stress. Capa-kaum vermeidet nun Ratschläge an die Gefährdeten und endet diese sommerlich-hitzebegründete Abhandlung mit einem ziemlich feministisch-machistisch-(jedenfalls)unkorrekten Fundstück:

Ein Spanischlehrer erklärte seiner lernwilligen Gruppe, dass im Spanischen Hauptwörter oft überraschend männlich/sächlich oder weiblich sind. Beispielsweise ist das Haus weiblich: la casa. Dagegen ist die Sonne männlich: el sol. Worauf ein Student fragte: „Und welches Geschlecht hat der Computer?“

Anstatt einer Antwort teilte der Lehrer die Klasse in zwei Gruppen, Frauen und Männer, und beauftragte sie, selbst zu überlegen. Jede Gruppe sollte dazu vier Gründe nennen, die ihre Ansicht unterstützten.

Die Männergruppe entschied, Computer sollte definitiv weiblichen Geschlechts sein (also: la computadora), weil:
1. Niemand außer dem Erfinder versteht die innere Logik. 2. Die ursprüngliche Sprache, die Computer benutzen, um sich mit anderen Computern zu verständigen, ist für niemanden sonst zu verstehen. 3. Auch die kleinsten Fehler werden im Langzeitgedächtnis gespeichert und für den späteren Gebrauch aufgehoben. 4. Sobald du dich zu „einer/m Computer“ bekannt hast, stellst du fest, dass du mindestens die Hälfte deines Gehalts für Zubehör ausgeben musst.

Die Frauengruppe dagegen entschied, dass Computer männlich sein sollte (also: el computador), weil:
1. Ein Computer hat zwar eine Menge gelernt, kann aber trotzdem nicht selber denken. 2. Um überhaupt irgendetwas damit zu machen, muss man den Computer „anmachen“. 3. Der Computer soll dir eigentlich bei der Lösung von Problemen helfen, aber die Hälfte der Zeit ist er selbst das Problem. 4. Sobald du dich für einen entschieden hast, musst du feststellen, dass du, wenn du nur etwas länger gewartet hättest, ein besseres Modell hättest bekommen können.

Und siehe da: Im Spanischen ist Computer in Europa männlich (el computator), allerdings in Lateinamerika weiblich (la computatora). Capa-kaum will das Weshalb nun gar nicht weiter verfolgen – die Sommerhitze-Gedanken sind frei…

1 Kommentar zu “Frauen und Männer … naja: Die Sommerhitze…”

  • Till at ck 5. August 2018

    ForscherInnen sind ja sooo klug: Logisch bereitet für sie weibliche Launenhaftigkeit Stress und schwächt so das Immunsystem. Es scheint hingegen logisch für sie völlig ausgeschlossen, dass eine wie auch immer geartete Über- oder Unterforderung Frauen Stress bereitet, der wiederum zu Launenhaftigkeit führt und dadurch zu Ablehnung von Weiblichkeit durch Männer – Zuviel Disharmonie und gezeigte Ablehnung für das jeweils andere Geschlecht schwächt aber das Immunsystem. Heterogener sexueller Austausch stärkt das Immunsystem und wenn gesellschaftsrelevant immer weniger Lust wegen emotionaler Ablehnung des jeweils anderen Geschlechtes auf einen solchen besteht, schwächt es das Immunsystem : neue Volkskrankheit.
    Männer täten also gut daran, Frauen gesellschaftsrelevant systemisch ein ökonomisch wie mental stressfreieres Leben zu bereiten und Frauen täten gut daran, ihre Launenhaftigkeit nicht ausgerechnet an jenen Männern bevorzugt auslassen zu wollen, die sich genau um solche systemischen Veränderungen gesellschaftsrelevant beühen… Haben die ForscherInnen auch untersucht, weshalb DAS meistens in der Realität nicht so ist? – Wahrscheinlich ist es ihnen für solche Untersuchungen einfach zu heiß 😀

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