Ja, doch. Die Smartphones, das ist jetzt schon gewiss, haben unsere Kommunikationswelt revolutioniert. Mit dieser wunderbaren Welt der Apps, die mit einem Klick alles Mögliche ermöglichen. Zeitung lesen sowieso, Spiele spielen auch – von Tetris bis Mensch ärgere Dich nicht, von Blackjack bis Fußball, und Telefonnummern oder Restaurants finden, na klar. Diese Unabhängigkeit von Zeit und Raum kann ja auch wirklich super sein. Aber Capa-kaum hat ein wenig in der App-Welt gestöbert und ist dabei auf manch Seltsames gestoßen.

Zum Beispiel die Sache mit den Geldstrafen für zu schnelles Fahren oder für das Nichtbeachten einer roten Ampel: Sie wollten schon immer wissen, welche Strafe Sie bei Verkehrsverstößen erwartet? Der offizielle Bußgeldkatalog des Deutschen Anwaltvereins hilft schnell und unkompliziert weiter, denn mit nur wenigen Eingaben wissen Sie, was Sie erwartet, heißt es da verheißungsvoll. Also: Bevor man losfährt einfach das App anklicken und schon weiß man, welche Strafen man riskieren will…

Oder der Wiener Würstel-Kompass. Er zeigt immer in die Richtung des nächstgelegenen Würstel- oder Kebabstandes. Sozusagen die letzte Hilfe für Hungrige. Und für diejengen, die sich noch weniger organisieren können, hat Capa-kaum gleich zwei Apps gefunden: Die sprechende Einkaufsliste, mit der, wie es heißt, die Einkaufstour zu Hause vorbereitet werden kann – Geschäfte, die man besuchen möchte und Artikel, die man kaufen möchte, hinzufügen und das Smartphone liest den ganzen Einkaufszettel vor. Dazu noch, zeitgerecht, der Xmas Organizer. Mit ihm, so steht’s geschrieben, verliert man den Überblick über Geschenke, Freunde und Budgets zu Weihnachten nicht und vergisst nie wieder eine Idee für ein Weihnachtsgeschenk.

In die Kategorie Spaßanwendung gehört – laut eigener Definition – der elektrische Rasierer. Die Anwendung verwandelt das Handy in einen elektrischen Rasierer, der die Vibration nützt. Die Software-Entwickler garantieren „erstaunte Blicke, Begeisterung und Spaß mit Freunden und Familie“. Der echte Bart bleibt aber dummerweise stehen… Capa-kaum meint daher: Vielleicht eher was für selbstbewusste Frauen, die ihre Umgebung verblüffen wollen.

Das eigentümlichste App ist aber wohl die Parkscheibe. „Waren sie nicht auch schon einmal auf der Suche nach einem Parkplatz und wurden durch ein leider wesentliches Hinweisschild wieder einmal darauf aufmerksam gemacht, was sie eigentlich beim letzten Tankstellenbesuch hätten besorgen können?“, lautet die Werbebotschaft für die Smartphone-Anwendung. Wie praktisch: Durch die App ist die Anfangszeit automatisch voreingestellt, der Bildschirm bleibt aktiv, bis die App wieder ausgeschalten wird. Blöd nur, dass man das Smartphone natürlich wie eine Parkscheibe hinter die Windschutzscheibe legen muss – griffbereit für Langfinger wie ein Köder. Ach ja: Die Anbieter haben den Zusatz „Keine Haftung bei Diebstahl oder Sachbeschädigung“ ohnedies nicht vergessen.

Womit wieder einmal der Beweis angetreten ist, dass nicht alles was möglich ist auch sinnvoll sein muss.

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